Länder: Der „demographische Faktor“ im öffentlichen Dienst; 04/2008


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Der „demographische Faktor“ im öffentlichen Dienst

Strategische Personalplanung heißt auch: vorausschauend handeln

Der demographische Wandel ist möglicherweise noch nicht in vollem Gange. Seine potenziellen Auswirkungen aber sind in aller Munde. Die demographischen Entwicklungen gehen am öffentlichen Dienst nicht spurlos vorüber. Neben den Fragen der Finanzierung der öffentlichen Haushalte stehen Fragen der Personalplanung und -entwicklung im Vordergrund.

Die Personalpolitik der Vergangenheit hat die Probleme verschärft

Die Personalpolitik der letzten Jahre von Bund, Ländern und Gemeinden schlägt sich in der Altersstruktur der Beschäftigten nieder. Die Belegschaft wird älter. Der Bund hat mit 21,6 Prozent den höchsten Anteil in der Altersgruppe der über 55-Jährigen, aber er hat mit 6,2 Prozent auch in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen die Nase vorn. Die Zahl der Beschäftigten, die jünger als 25 Jahre sind, ist zwischen 2000 und 2006 um fast 21 Prozent gesunken. Die Zahl der 55-Jährigen und Älteren hat sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozent erhöht (s. auch Zahlen – Daten – Fakten, S. 19). Hinzu kommt, dass außer dem Bund alle anderen Gebietskörperschaften, auch der mittelbare öffentliche Dienst, ihre Ausbildung erheblich verringert haben. Die Entwicklung ist vor allem zu Lasten der weiblichen Auszubildenden gegangen. Am 30. Juni 2006 gab es rund 15 Prozent weniger weibliche Auszubildende als zum gleichen Zeitpunkt des Jahres 2002. Lediglich die Ausbildungsleistung des Bundes war – mit Ausnahme der Ausbildung von Frauen im Arbeitnehmerverhältnis – 2006 höher als 2002.

Strategische Personalplanung und Einstellungskorridore

Der massive Beschäftigungsabbau im öffentlichen Dienst, die zu erwartenden Veränderungen der Personalstruktur und die wachsenden Anforderungen an die Beschäftigten werfen die Frage auf, wie dem steigenden Qualifikationsbedarf entsprochen und Erfahrungswissen gesichert werden kann. Das Saarland setzt auf eine „langfristige strategische Personalplanung“, die „demographieadäquat“ sein soll. Der Qualifizierung der vorhandenen Mitarbeiter/innen werde zunehmend größere Bedeutung zukommen. Fortbildungsangebote sollen weiterentwickelt und an die Situation älterer Beschäftigter angepasst werden. Es gehe darum, „die Zeit im aktiven Arbeitsleben deutlich zu erhöhen“. Mecklenburg-Vorpommern hat dagegen zur „Sicherung qualifizierten Personalnachwuchses“ für 2008 und 2009 Einstellungskorridore festgelegt. Deren Gesamtvolumen liegt mit 150 Stellen etwa doppelt so hoch wie 2006/2007.

Mehr Informationen:

Demographischer Wandel und öffentlicher Dienst:

- Dokumentation der Expertenkonferenz „Demographischer Wandel und öffentlicher Dienst“: www.bmi.bund.de (Themen A-Z - Öffentlicher Dienst - Weitere Themen)
- Demographiebericht der saarländischen Landesregierung: http://www.saarland.de/dokumente/ressort_ministerpraesident_staatskanzlei/Demographiebericht.pdf
- Einstellungskorridore in Spezialverwaltungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern Festlegungen für die Jahre 2008 und 2009 sowie mittel- und längerfristige Perspektiven:  http://www.landtag-mv.de/dokumentenarchiv/drucksachen/
5_Wahlperiode/D05-1000/Drs05-1271.pdf

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 04/2008


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