Nordrhein-Westfalen: Einstieg bei Feuerwehr soll sich lohnen; 02/2012


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Einstieg bei Feuerwehr soll sich lohnen

Konferenz spricht Probleme in Nordrhein-Westfalen an

Feuerwehrleute haben sich am 31. Januar im nordrhein-westfälischen Landtag versammelt, um Landespolitikern die Probleme ihres Berufs zu schildern. Sie machten auf Nachwuchssorgen aufmerksam und forderten eine bessere Honorierung ihrer Leistung. Zu dem ersten Feuerwehrkongress hatten ver.di und die SPD-Landtagsfraktion eingeladen.

Die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen schlagen Alarm: sie müssen um freiwillige Mitglieder und Berufseinsteigerinnen und –einsteiger kämpfen. Um mehr junge Menschen für den Beruf zu gewinnen und den erforderlichen Qualifikationen gerecht zu werden, müssen Neulinge besser bezahlt werden. Das machten Gewerkschafter auf der ersten Feuerwehrkonferenz in Nordrhein-Westfalen gegenüber Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Innenminister Ralf Jäger und weiteren SPD-Politikern deutlich. Der Einladung der ver.di-Fachgruppe Feuerwehr und der SPD-Fraktion in den Düsseldorfer Landtag waren am 31. Januar 600 Brandschützer gefolgt. Sie standen stellvertretend für die Anliegen von 90.000 hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitgliedern der Wehren.

Zulage wieder ruhegehaltsfähig

ver.di-Feuerwehrexperte Edgar Stary berichtete von jungen Berufsanwärtern, die Darlehen aufnehmen müssen, um die Anfangszeit finanziell zu überstehen. Nach seiner Darstellung bekommen Neulinge in den ersten 18 Monaten ihrer Ausbildung nur jeweils 960 Euro – obwohl sie eine bereits abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerk mitbringen müssen. ver.di verlangt, dass Auszubildende bereits das Einstiegsgehalt von knapp 1900 Euro im Monat bekommen. Bundesbeamtensekretär Klaus Weber schloss einen Besoldungseinstieg unterhalb der Gruppe A 7 aus. Er kritisierte, dass auch langjährige Berufserfahrung der Beamtinnen und Beamten bei den Feuerwehren unterbewertet werde. ver.di fordert Gehaltsverbesserungen und Aufstiegschancen für die Beschäftigten. Thomas Stotko, der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, wies auf Veränderungen in der Gemeindeordnung und einen Erlass hin, mit dem die Landesregierung dafür gesorgt habe, dass Beförderungen endlich möglich seien. Der Beförderungsstopp in Kommunen, die unter Haushaltsaufsicht stehen, ist aufgehoben. Stotko forderte die Kommunen auf, diese Möglichkeiten endlich zu nutzen, um den Beamtinnen und Beamten die Zulagen zu zahlen, die ihnen seit langem zustünden. Er kündigte an, die Feuerwehrzulage werde ab 2013 wieder auf das Ruhegehalt angerechnet.

„Kommunale Finanzen verbessern“

Innenminister Ralf Jäger versprach, die Landesregierung versuche zu helfen, „wo immer es geht“. Er wisse, dass zu guter Arbeit gutes Geld gehöre. Das sei „ein Gebot des Anstands“, sagte Jäger. Mit der Missachtung dieses Gebots seien nicht nur finanzielle Einschränkungen für die Betroffenen verbunden. Es verletze das Selbstwertgefühl, „wenn spürbare und nachhaltige Anerkennung von Leistung auf Dauer unter Hinweis auf knappe Kassen versagt bleibt“. Jäger hob daher das Ziel der Landesregierung hervor, die finanzielle Lage der Kommunen zu verbessern. Denn nur so könnten sie ihren Beschäftigten dauerhaft bessere Perspektiven bieten.

ver.di will die Bezahlung bei Gesprächen zur geplanten Dienstrechtsreform zum Thema machen. „Im Wettbewerb um qualifiziertes Personal ist es notwendig, mit der anstehenden Dienstrechtsreform über eine leistungsgerechte Bezahlung und über eine verbesserte Beförderungsstruktur zu verhandeln“, notiert die Gewerkschaft in einem Informationsschreiben nach der Diskussion im Landtag.

Die Dienstleistungen der Feuerwehr seien in der Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar, betonte Klaus Weber. Europaweit sind die Helfer unter der Notrufnummer 112 zu erreichen. Sie gilt in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union ebenso wie in der Schweiz, der Türkei, Liechtenstein, Monaco oder Serbien. Die Europäische Union hat den 11. Februar zum „Tag des Notrufs“ erklärt.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2012


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