Länder: Personalpolitik in den Rathäusern; 10/2007


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Personalpolitik in den Rathäusern

Personal abbauen, Beschäftigte verbeamten

Die Gemeinden in den deutschen Flächenländern haben ihr Personal verringert. Im Schnitt haben sie im Jahr 2005 11,4 Prozent weniger Beschäftigte als 2002. Vor allem die Gemeinden in Ostdeutschland haben Personal abgebaut. Am stabilsten haben sich die Gemeinden im Saarland gehalten. Dort wurden „nur" 3 Prozent Beschäftigte weniger gezählt.

Die Strukturveränderungen haben überall ihren Niederschlag gefunden. Das Hohelied der Privatisierung dürfte dazu geführt haben, dass bei den Gemeinden weniger Beschäftigte zu verzeichnen sind. Aber auch Umstrukturierungen zwischen den Landes- und Kommunalverwaltungen könnten diese Entwicklung beeinflusst haben.

Die bayerischen Gemeinden verzeichnen den höchsten Beschäftigungsabbau im Angestelltenbereich. Seit 2002 ist etwa jede fünfte Person im Angestelltenverhältnis nicht mehr bei ihrer Gemeinde tätig (-21,8 Prozent). Demgegenüber verlor in den saarländischen Gemeinden nur jeder 500ste in einem Angestelltenverhältnis seinen Arbeitsplatz (- 0,2 Prozent). In absoluten Zahlen ausgedrückt: Von den Statistischen Ämtern wurden 2005 bei den Gemeinden im Saarland 14 Angestellte und in Bayern 32.473 Angestellte weniger als 2002 gezählt.

Die Gemeinden – die eigentlichen Dienstleister (vom Kindergarten bis zur Müllabfuhr, vom Wasserwerk bis zum Schwimmbad) für Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft – müssen ihr Leistungsportfolio erheblich verändert haben.

Bei der Teilzeitquote von Männern und Frauen sind deutliche Unterschiede zwischen den west- und den ostdeutschen Ländern festzustellen. Im Westen sind die Teilzeitquoten der Frauen hoch und die der Männer niedrig. Im Osten sind die Teilzeitquoten der Frauen zwar auch höher als die der Männer, aber sie liegen näher beieinander als im Westen der Republik.

Die niedersächsischen Gemeinden haben mit über 63 Prozent im Schnitt die höchste weibliche Teilzeitquote. Das Saarland hat mit 5,8 Prozent die niedrigste Teilzeitbeschäftigung von Männern. Spitzenreiter bei den Männern sind die sächsischen Gemeinden mit einer Teilzeitquote von über 24 Prozent. Sie erreichen fast die Hälfte der Teilzeitquote der Frauen (48,9 Prozent). Die Zahlen des Jahres 2005 belegen, dass im öffentlichen Dienst die Teilzeit weiblich und die Vollzeit männlich ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 10/2007


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