Länder: Unterschiedliche Gewichtung; 11/2008


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Unterschiedliche Gewichtung

Länderübergreifender Vergleich zur Personalentwicklung

Die Hochschule Harz für angewandte Wissenschaften hat eine vergleichende Analyse zur Personalentwicklung in den Bundesländern vorgelegt. Sie gibt Auskunft über aktuelle Reformen, Projekte und Maßnahmen in der Personalentwicklung der Länder. Trotz vieler Gemeinsamkeiten setzen die Länder unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Landesverwaltungen, manchmal auch einzelne Ressorts, befinden sich in verschiedenen Entwicklungs- bzw. Umsetzungsphasen. Nicht in jedem der genannten Themengebiete werden derzeit Reformprojekte vorangetrieben. Themengebiete und zentrale Aspekte der Analyse sind:

Dienstrechtsreform: Alle Länder nutzen die durch die Föderalismusreform gewonnenen Möglichkeiten und haben teils abweichende Regelungen in ihre Landesgesetze aufgenommen, alte Standards erweitert oder befinden sich in der Umsetzungsphase.

Freie Stellen: In allen Ländern wird versucht, frei werdende Stellen zunächst durch geeignete interne Bewerberinnen und Bewerber aus dem betreffenden Ressort oder aus der gesamten Landesverwaltung nach dem Modell des Personal Service Centers in Sachsen-Anhalt zu besetzen. Erst dann kommen externe Bewerber/innen in Betracht.

Neue Bewerber/innen: Die Eignungsprüfung erfolgt überwiegend durch Assessment-Center. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei der Besetzung von herausragenden Führungspositionen, werden gezielt „HeadHunter“ eingesetzt.

Personalentwicklungskonzepte: Die Schwerpunkte der Personalentwicklungskonzepte liegen in fast allen Ländern im Ausbau des Gesundheitsmanagements und in der Führungskräfteentwicklung. Im Vordergrund stehen Bemühungen, die Präsenz von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Die Qualifizierung erfolgt durch Mentoring-Programme. In allen Ländern wird eine familienbewusstere Personalpolitik verfolgt. In einigen Ländern werden den Behörden für die Umsetzung der Personalentwicklungskonzepte externe Beratungsteams zur Seite gestellt.

Fort- und Weiterbildung: Neben der Ausbildungspielt die Fort- und Weiterbildung der Landesbeschäftigten in den Personalentwicklungsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Es werden vielfältige und zukunftsorientierte Fortbildungen, überwiegend in zentralen Einrichtungen, angeboten. Die Buchung, Vorbereitung und Evaluierung der Seminare erfolgt zum größten Teil online. In vielen Bereichen werden neben klassischen zunehmend auch elektronische Lernformen (E-Learning, Blended Learning) genutzt. Flexible Arbeitsformen: Als flexible Arbeitsform hat sich die Telearbeit in vielen Bereichen der Landesregierungen durchgesetzt. In zahlreichen Landesverwaltungen ist die Führungskräfterotation verbindlich geregelt. Auch für das übrige Landespersonal besteht vielfach die Möglichkeit des Personalaustauschs mit anderen Ressorts, Unternehmen oder mit anderen Ländern wie z. B. zwischen Berlin und Brandenburg.

Beurteilungs- und Vorschlagswesen: In vielen Ländern wird das Beurteilungs- und Vorschlagswesen reformiert. Vereinzelt werden, wie etwa in Sachsen, auch landesinterne Behördenwettbewerbe zur Motivationssteigerung genutzt.

Personalführung und Führungsbewertung: Als Mittel der Personalführung und Führungsbewertung werden zum Teil Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche und die Vorgesetztenbeurteilung genutzt. Deren Durchführung ist in den meisten Ländern nicht verbindlich geregelt. Die Anwendung dieser Instrumente ist daher in den einzelnen Ressorts sehr unterschiedlich.

Weitere Information:

Caroline Wöckel, Situationsanalyse zur Personalentwicklung in den einzelnen Bundesländern, vorläufiger Endbericht

Quelle: Beamten-Magazin 11/2008



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