Bremen: Bremens Personal 2020; 10/2010


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Bremens Personal 2020

Personalpolitische Perspektiven in Zeiten der Knappheit

Der Staat ist der größte Arbeitgeber in Bremen. Und Bremen muss sparen. Deshalb werden „auch zukünftig noch Effizienzsteigerungen und Personalabbau erforderlich sein“, so steht es im Personalmanagementkonzept des Stadtstaats. Um die Zukunftsfähigkeit eines modernen öffentlichen Dienstes herzustellen, soll „Personal unter den Bedingungen der Knappheit so gesteuert“ werden, dass Dienstleistungen „effizient und auf hohem Niveau“ erbracht werden können.

Herausforderungen und Arbeitsschwerpunkte

Die Schwerpunkte des Arbeitsprogramms, das von der Senatorin für Finanzen Karoline Linnert (Bündnis 90/Die Grünen) verantwortet wird, liegen auf Ausbildung und Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit. Die Einsparungen, die in der Vergangenheit zu deutlich sinkenden Beschäftigtenzahlen geführt hätten, und der demografische Wandel, der sich schon heute – gemessen an der Gesamtbevölkerung – in einem deutlich überdurchschnittlichen Anteil älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemerkbar mache, forderten zu dieser Schwerpunktsetzung heraus. Neben der Alterung der Gesellschaft, die mit neuen Anforderungen an den öffentlichen Dienst und einer veränderten Personalstruktur einhergehe, bedeute demografischer Wandel auch, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund – insbesondere in den Städten – und der Frauenanteil an den Beschäftigten weiter steigen werde. Darüber hinaus werde der öffentliche Dienst künftig mit einem erheblichen Bewerberrückgang und einem verschärften Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern um die besten Arbeitskräfte rechnen müssen. „Das Argument des sicheren Arbeitsplatzes, bislang ‚größter Wettbewerbsvorteil‘ des öffentlichen Dienstes, wird für qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber in seiner Bedeutung abnehmen.“

Ziele und Handlungsfelder

Bei der Ausbildung will Bremen als Vorbild vorangehen. Die Ausbildungsqualität soll durch eine bessere Verzahnung von Schule und Praxis optimiert werden. Die Quote der Auszubildenden mit Migrationshintergrund soll mittelfristig auf 20 Prozent steigen. Ein erster Schritt, Jugendliche und junge Menschen mit Migrationshintergrund für den öffentlichen Dienst zu interessieren, sei mit einer 2009 gestarteten ressortübergreifenden Kampagne zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung getan. Sie soll auch in den nächsten Jahren aufgelegt werden.

Die interne Fort- und Weiterbildung will die Hansestadt weiterentwickeln: Bedarfe sollen ermittelt, die Qualität der Fortbildung gesichert und Fortbildungsangebote evaluiert werden.

Das Konzept sieht außerdem vor, ein einheitliches Gesundheitsmanagement aufzubauen. Arbeitsstrukturen und -prozesse sollen – unter Beteiligung der Beschäftigten – nachhaltig verbessert werden. Nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten soll gefördert, sondern auch krankheitsbedingte Fehlzeiten sollen reduziert werden. Das Programm lässt die Einsicht erkennen, dass die Analyse der Ursachen von Krankheiten dafür unbedingt notwendig ist.

Für eine differenzierte und ausgewogene Personalstruktur müsse überdies die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. Neben der Umsetzung bereits bestehender Regelungen wird vorgeschlagen, dass Dienststellen z. B. ein Checkheft „Familienorientierte Personalpolitik“ bereitstellen, das bei der Situationsanalyse sowie Problem- und Dringlichkeitsbewertungen unterstützt. Angedacht ist außerdem die Entwicklung und Umsetzung eines Online-Bewerbungsmanagementsystems sowie die Schaffung von Bedingungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Bremen will darüber hinaus Frauenförderung und Gender Mainstreaming konsequent weiterverfolgen. Mehr Frauen in Leitungsfunktionen, networking-Strukturen und Mentoring-Programme sind dafür geplant.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2010


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