Hamburg: Kulturelle Vielfalt in der Verwaltung; 05/2009


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Kulturelle Vielfalt in der Verwaltung

Hamburg sucht junge Leute mit Migrationshintergrund

In Hamburg leben etwas weniger als eine halbe Million Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind etwa 26 Prozent der dortigen Bevölkerung. In den Verwaltungen der Hansestadt haben 8,9 Prozent der Beschäftigten einen Migrationshintergrund, wie eine freiwillige und anonyme Befragung durch das Personalamt ergab (siehe Heft 4/2009). Seit2006 arbeitet der Senat intensiv daran, Jugendliche mit Migrationshintergrund für den öffentlichen Dienst zu interessieren.

Mit der Kampagne „Wir sind Hamburg! Bist Du da bei?“ wurde ein Konzept beschlossen mit dem Ziel, in den Verwaltungsberufen (Beamtenausbildung, allgemeine Verwaltung, Justiz, Strafvollzug, Polizei, Feuerwehr und Steuerverwaltung) den Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis 2011 auf 20 Prozent zu erhöhen und so mittelfristig auch den Beschäftigtenanteil anzuheben. Im Einstellungsjahr 2008 hatten 58 der insgesamt 469 eingestellten Auszubildenden einen Migrationshintergrund. Das entspricht rund 12,4 Prozent. Die am stärksten vertretenen Herkunftsländer sind Polen, Russland, die Türkei und Kasachstan.

Gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz

Für seine Kampagne wurde Hamburg im April vergangenen Jahres beim Wettbewerb „Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung“ ausgezeichnet. Von 20 Teilnehmern in der Kategorie Öffentliche Verwaltung belegte Hamburg den dritten Platz. Kernbereiche des Konzeptes sind das Ausbildungsmarketing mit der gezielten Ansprache von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die „kulturoffene Ausgestaltung“ der Bewerbungsund Auswahlverfahren. Jährlich werden über 400 Ausbildungsplätze in sechs Berufen angeboten. Je nach Ausbildungsgang bekommen die Azubis zwischen 620 und 880 Euro. Die meisten Auszubildenden sind im mittleren bzw. gehobenen Dienst zu finden, später vielfach im Beamtenverhältnis. Dabei ist die deutsche Staatsangehörigkeit keine zwingende Voraussetzung, um Beamtin oder Beamter der hamburgischen Verwaltung zu werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss, so das Personalamt, bestehen gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.

Ausbildungsoffensive in wirtschaftlich unsicheren Zeiten

Der Erste Bürgermeister der Stadt, Ole von Beust (CDU), hat angekündigt, dass Hamburg auch in wirtschaftlich unsicherer Zeit „seine Bemühungen verstärken“ wird, mehr jungen Menschen einen Ausbildungsplatz anzubieten: Für 2009/2010 sollen zusätzlich 266 Auszubildende eingestellt werden. Die Zahl aller Nachwuchskräfte in Behörden und Ämtern erhöhe sich damit auf 992. „Polizei und Feuerwehr sind an dieser Ausbildungsoffensive mit 25 bzw. 30 zusätzlichen Ausbildungsplätzen genauso beteiligt wie beispielsweise die allgemeine Verwaltung mit zusätzlichen 60 Ausbildungsplätzen“, so von Beust. Insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen gezielt auf die Lehrstellen angesprochen werden. Schülerinnen und Schüler mit Realschulabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur können sich bewerben, genauso Schülerinnen und Schüler mit einem Hauptschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung.

Interkulturelle Öffnung

Dass verstärkt junge Menschen gesucht werden, die aus anderen Kulturkreisen kommen, soll zur besseren Verständigung zwischen den Behörden und den Bürgerinnen und Bürgern beitragen. Kulturelle Vielfalt soll sich in den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes widerspiegeln. Kompetenzen wie Mehrsprachigkeit oder Erfahrungen aus anderen Kulturen werden zunehmend als wertvoll und hilfreich angesehen. im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Quelle: Beamten-Magazin 5/2009














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